Häufige Fragen
Hier finden Sie Antworten auf die häufigsten Fragen. Ihre Frage ist nicht dabei? Rufen Sie mich an oder schreiben Sie mir. Ich helfe gerne weiter.
Behinderten Fahrdienst Graubünden (B F G): Behinderten- und Rollstuhl-Fahrdienst für Personen mit Handicap in Chur und Graubünden
Buchung & Ablauf
Wie buche ich eine Fahrt?
Am einfachsten über das Anfrageformular oder telefonisch. Ich prüfe Ihre Anfrage, melde mich bei Ihnen und erst nach Ihrer Zusage ist die Fahrt fest gebucht.
Wie früh sollte ich eine Fahrt anfragen?
Wenn möglich einige Tage im Voraus, bei regelmässigen Fahrten und an Feiertagen gerne früher. Kurzfristige Fahrten sind nach Verfügbarkeit möglich. Rufen Sie in diesem Fall am besten direkt an.
Was passiert bei Stau oder viel Verkehr?
Ich plane genügend Zeit ein. An Ostern, Auffahrt, Pfingsten sowie über Weihnachten und Silvester kann es auf manchen Strecken deutlich mehr Verkehr geben. Die Fahrzeit kann dann länger ausfallen. Ich informiere Sie, falls sich die Abholzeit verschiebt.
Kann ich eine gebuchte Fahrt absagen oder verschieben?
Ja. Bitte melden Sie sich so früh wie möglich telefonisch. So kann ich die Zeit anderen Fahrgästen anbieten.
Kosten
Was kostet eine Fahrt?
Da die Topographie in Graubünden mit ihren Bergen, Tälern und Pässen sehr individuell ist, berechne ich jede Fahrt nach dem tatsächlichen Aufwand. Den genauen Preis erfahren Sie daher immer direkt nach Ihrer unverbindlichen Anfrage – und zwar vor der Fahrt als verbindlichen Fixpreis. Es gibt bei mir keine tickenden Taximeter und keine versteckten Kosten. Sie wissen schon beim Einsteigen genau, woran Sie sind.
Besonders wichtig für mich: Begleitpersonen sind und bleiben bei BFG immer absolut gratis (bis zu 4 Personen ohne grosses Gepäck). Mir liegt am Herzen, dass Sie gemeinsam mit Ihren Liebsten mobil sein können, ohne dass dafür zusätzliche Kosten anstehen.
Kann ich unverbindlich anfragen?
Ja, jederzeit. Auch Ihre Angehörigen dürfen für Sie anfragen. Ich melde mich bei Ihnen.
Fahren Begleitpersonen gratis mit?
Ja. Begleitpersonen fahren gratis mit. Ohne Gepäck haben bis zu vier Begleitpersonen Platz.
Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?
Das hängt von Ihrer Versicherung und Ihrer Situation ab. Ob die Kosten übernommen werden, entscheiden die Krankenkasse und Ihre Ärztin oder Ihr Arzt. Bitte klären Sie das vor der Fahrt direkt mit Ihrer Krankenkasse oder Zusatzversicherung und beziehen Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt mit ein. Ich stelle Ihnen eine detaillierte Quittung für die Rückforderung aus. Welche Stellen Fahrtkosten übernehmen können und wo es Musterbriefe gibt, lesen Sie auf der Seite Hilfe bei den Kosten.
Rollstuhltransport
Kann ich in meinem eigenen Rollstuhl sitzen bleiben?
Ja. Sie rollen über eine Rampe ins Fahrzeug und bleiben in Ihrem Rollstuhl sitzen. Der Rollstuhl wird mit einem Rückhaltesystem gesichert, Sie selbst mit einem Sicherheitsgurt.
Werden auch Elektrorollstühle transportiert?
Ja, auch Personen im Elektrorollstuhl werden transportiert.
Helfen Sie beim Ein- und Aussteigen?
Ja, selbstverständlich. Auf Wunsch begleite ich Sie bis zur Haustür oder zum Empfang. Bitte erwähnen Sie Treppen oder enge Zugänge im Formular, damit ich mich darauf einstellen kann.
Schultransporte
Bieten Sie regelmässige Schultransporte an?
Ja. Für Schülerinnen und Schüler mit Inklusionsbedarf übernehme ich wiederkehrende Fahrten, z. B. für ein Semester oder ein ganzes Schuljahr, mit festen Zeiten und möglichst derselben Bezugsperson.
Wer kann Schultransporte buchen?
Eltern und Angehörige ebenso wie Schulen, Schulgemeinden, Heime und Institutionen. Wählen Sie im Formular «Buchung über einen längeren Zeitraum» und geben Sie Zeitraum und Häufigkeit an.
Regionen & Ziele
In welchen Regionen fahren Sie?
Im Kanton Graubünden, im Sarganserland, im St. Galler Rheintal und in Liechtenstein: Rheintal, Bündner Herrschaft, Sarganserland, Fürstentum Liechtenstein, Prättigau, Davos, Lenzerheide, Domleschg, Albulatal, Surselva, Schanfigg sowie Engadin, Münstertal, Bergell und Puschlav. Weiter entfernte Ziele auf Anfrage. Alle Regionen ansehen.
Fahren Sie auch zum Flughafen?
Ja, zum Beispiel nach Zürich oder St. Gallen-Altenrhein, weitere Flughäfen auf Anfrage. Geben Sie im Formular die Flugnummer an, dann kann ich Ankunfts- oder Abflugzeiten berücksichtigen.
Allgemein
Ist der Krankentransport ein Rettungsdienst?
Nein. BFG ist kein Rettungsdienst und kein medizinischer Fachtransport. Es ist kein medizinisches Fachpersonal an Bord und es findet keine medizinische Versorgung statt. Im Notfall wählen Sie bitte immer 144.
Werden die Kosten für Fahrten bei Sozialhilfe oder EL übernommen?
Leider nein. Die Stiftung Mobilita nimmt im Kanton Graubünden aktuell keine neuen Fahrdienste auf. Daher ist eine Abrechnung über die Regelfinanzierung für BFG derzeit nicht möglich. Eine Fahrt mit BFG ist nur möglich, wenn Sie die Kosten vollständig selbst tragen. Ich versuche zurzeit, eine private, spendenfinanzierte Hilfsinitiative aufzubauen. Sie ist noch im Aufbau und nicht aktiv. Hier erfahren Sie mehr und wie Sie den Aufbau unterstützen können. Welche anderen Wege es gibt, steht auf der Seite Hilfe bei den Kosten.
Kann ich mit der Karte der Stiftung Mobilita bei BFG fahren?
Nein, aktuell nicht. Die Stiftung Mobilita nimmt im Moment keine weiteren Fahrdienste auf. Es gibt Fahrgäste, die gerne mit BFG fahren möchten, aber ohne die Unterstützung der Stiftung würde ich bei diesen Fahrten Verlust machen. Deshalb kann ich sie derzeit nicht anbieten. Eine Fahrt mit BFG ist nur möglich, wenn Sie die Kosten vollständig selbst tragen. Ich versuche zurzeit, dafür eine private, spendenfinanzierte Hilfsinitiative aufzubauen. Sie ist noch nicht aktiv. Mit einer Spende können Sie helfen, dass solche Fahrten künftig auch ohne die Stiftung Mobilita möglich werden.
Was passiert mit meinen Daten?
Ihre Angaben verwende ich nur für die Planung und Durchführung Ihrer Fahrt. Sie werden nicht in der Website-Datenbank gespeichert und nie verkauft. Details finden Sie in der Datenschutzerklärung.
Sicherheit
Wichtiger Sicherheitshinweis: Alle Gurte dienen Ihrer Sicherheit, aber nicht alle auf die gleiche Weise. Gurte, die am Rollstuhl befestigt sind (zum Beispiel Becken-, Brust- oder Fussgurte), sind nur Positionierungshilfen für einen stabilen Sitz im Alltag. Bei einer Fahrt im Auto ersetzen sie niemals die gesetzlich vorgeschriebene Sicherung durch geprüfte Sicherheitsgurte.
Ersetzen die Gurte an meinem Rollstuhl den Sicherheitsgurt im Auto?
Nein. Die Gurte an Ihrem Rollstuhl sind Positionierungshilfen. Sie halten Becken und Oberkörper im Alltag gut im Rollstuhl.
Der Rollstuhlhersteller SORG hält dazu ausdrücklich fest: Solche Gurte ersetzen bei einer Beförderung in einem Kraftfahrzeug in keinem Fall die gesetzlich vorgeschriebene Sicherheitsbegurtung. Im Fahrzeug brauchen Sie deshalb immer zusätzlich einen geprüften Sicherheitsgurt.
Ist es sicherer, auf den Autositz umzusitzen oder im Rollstuhl zu bleiben?
Wenn es möglich ist, ist das Umsitzen auf einen normalen Autositz mit Dreipunktgurt die sicherere Wahl. Das Fahren im Rollstuhl ist mit einem vergleichsweise höheren Verletzungsrisiko verbunden (Quelle: EnableMe).
Im Rollstuhl sitzen zu bleiben ist sinnvoll, wenn ein Umsitzen nicht möglich oder nicht zumutbar ist. Dann müssen Rollstuhl und Person nach der Norm DIN 75078 gesichert werden. Wie das funktioniert, erklärt die nächste Frage.
Wie funktioniert die Sicherung nach DIN 75078?
Die Norm DIN 75078 regelt Rückhaltesysteme für Menschen, die im Rollstuhl sitzend befördert werden. Es braucht zwei getrennte Sicherungen:
- Sicherung des Rollstuhls: Der Rollstuhl wird mit Gurten oder Befestigungen an einer Adapterplatte bzw. an Schienen im Fahrzeugboden festgemacht. Dafür braucht der Rollstuhl spezielle Befestigungspunkte, die Kraftknoten.
- Sicherung der Person: Sie selbst werden separat mit einem Dreipunktgurt gesichert. Bei normgerechten Rollstühlen kann der Beckengurt direkt am Becken anliegen. Ein Schulterschräggurt hält den Oberkörper bei einem Zusammenstoss zurück.
Kopf- und Rückenstützen tragen zusätzlich zur Sicherheit bei.
Was ist ein Kraftknoten und braucht mein Rollstuhl einen?
Kraftknoten sind spezielle Befestigungsteile am Rollstuhl. Sie haben die Aufgabe, die Energie bei einem Zusammenstoss oder beim Beschleunigen des Fahrzeugs zu übertragen. Rückhaltesysteme nach DIN 75078 setzen solche Befestigungsteile voraus.
Wozu dient eine Kopf- und Rückenstütze wie FutureSafe?
Viele Menschen fahren in einem Faltrollstuhl mit nur dünnem Rückengurt. Ohne Kopf- und Rückenstütze besteht dann erhebliche Verletzungsgefahr, zum Beispiel bei einem Auffahrunfall (Quelle: ASP Behindertenfahrzeuge). Eine Kopf- und Rückenstütze im Fahrzeug stützt Kopf und Rücken der Person im Rollstuhl.
Das System FutureSafe gibt es in zwei Varianten:
- Bodenbefestigung: vor allem für Personenwagen wie VW Caddy oder Renault Kangoo. Die Säule der Stütze ist am Fahrzeugboden verankert.
- Seitenwandbefestigung: für Kleinbusse. Die Stütze lässt sich über Wandschienen im Fahrgastraum verschieben und so individuell einstellen.
Für Fahrten ohne Rollstuhl lässt sich die Stütze an die Fahrzeugwand schwenken. Auf den freien Platz passt dann ein Einzelsitz.
Welche Gurtsysteme im Fahrzeug sind zuverlässig?
Ins Fahrzeug gehören nur geprüfte Systeme. Der Fahrzeugumrüster ASP Behindertenfahrzeuge verwendet nach eigenen Angaben ausschliesslich geprüfte Qualitätssysteme von AMF-Bruns, sowohl für Rollstuhlplätze im Privatauto als auch für Fahrzeuge von Fahrdiensten.
- Die Gurtanbindungen sind crashgetestet.
- Die Systeme entsprechen der DIN 75078-1 bzw. DIN 75078-2 für die Sicherung von Person und Rollstuhl.
- Der Einbau muss abgenommen werden. In Deutschland erfolgt das durch den TÜV; in der Schweiz ist für Fahrzeugumbauten das kantonale Strassenverkehrsamt zuständig.
Bei manchen Umbauten schreibt die Typgenehmigung sogar bestimmte Gurtsysteme oder Hersteller vor.
Welche Gurte helfen im Alltag für einen sicheren Sitz im Rollstuhl?
Für einen stabilen Sitz im Alltag gibt es verschiedene Positionierungshilfen, zum Beispiel von SORG Rollstuhltechnik:
- 2-Punkt-Beckengurt: positioniert das Becken; mit Kunststoff- oder Metallschloss.
- 4-Punkt-Beckengurt: für eine verbesserte Positionierung des Beckens.
- Brust-Schulter-Gurt (Schmetterlingsweste): ein 4-Punkt-System, das den Oberkörper positioniert.
- Fussfixierung: hält die Füsse mit Klettverschluss in Position.
- Schutzkappe für Metallschlösser: erschwert das unbefugte Öffnen des Gurts. Das Schloss lässt sich dann nur noch mit einem Stift öffnen.
Wichtig: Alle diese Gurte sind Positionierungshilfen. Sie ersetzen im Auto keinen Sicherheitsgurt.
Gibt es Hilfsgurte, die beim Einladen behilflich sind?
Ja und Nein. Nur sehr moderne Gurtsysteme bieten beim Einladen über die Rampe eine aktive Unterstützung (wie einen integrierten Rückrollschutz). Obwohl solche Systeme auf dem Markt angeboten werden, sieht man sie in der Praxis, meist aus Kostengründen, bisher kaum. Dazu kommt, dass diese Technologie auch noch relativ neu auf dem Markt ist.
Qualität und Sicherheit
Der eigentliche Sinn und Zweck aller Gurte ist das zuverlässige Sichern des Rollstuhls und der darin sitzenden Person, und das gilt ausnahmslos bei jeder Fahrt, egal wie lang oder wie kurz die Strecke ist. Ein sicherer Transport erfordert das gewissenhafte Anlegen aller vorgeschriebenen Gurte am Fahrzeugboden sowie der Becken- und Schultergurte. Dazu gehört auch das sorgfältige Nachziehen und Nachspannen aller Gurte, sobald diese vollständig befestigt wurden, um jegliches Spiel im System zu verhindern.
Es zeugt von hohem Sicherheitsbewusstsein und gilt als wesentlicher Qualitätsnachweis für die Professionalität eines Fahrdienstes, dass sämtliche Sicherungssysteme lückenlos zum Einsatz kommen und an den jeweils korrekten Fixpunkten des Rollstuhls angebracht werden. Bei einem qualitativ hochwertigen Dienst stehen die vorschriftsgemässe Sicherung und der Schutz des Fahrgasts bei jeder Fahrt an oberster Stelle.
Wie werde ich bei BFG gesichert?
Möchten Sie auf einen Fahrzeugsitz umsitzen, sitzen Sie dort mit dem Dreipunktgurt. Wenn Sie im Rollstuhl sitzen bleiben, wird der Rollstuhl mit einem Rückhaltesystem am Fahrzeugboden gesichert und Sie selbst mit einem Sicherheitsgurt. Ihre Positionierungsgurte am Rollstuhl ersetzen diesen Sicherheitsgurt nicht.
Woher stammen diese Informationen?
Die Angaben zur Sicherheit beruhen auf folgenden Fachquellen (Stand Oktober 2026):
- EnableMe: Gurt- und Verankerungssysteme für Rollstühle
- SORG Rollstuhltechnik: Gurtsysteme
- ASP Behindertenfahrzeuge Bremen: Gurtsysteme für den Rollstuhltransport
- ASP Behindertenfahrzeuge Bremen: Kopf- und Rückenstützen
- Dieses hohe Sicherheitsbewusstsein basiert auf jahrelanger Erfahrung und täglichen Beobachtungen im Umgang mit Menschen im Rollstuhl sowie im Bereich des Inklusions- und Schultransports.
Diese Informationen ersetzen keine persönliche Beratung durch Ihren Fachhandel oder Ihren Fahrzeugumrüster.
Rücksicht im Strassenverkehr: Verhalten gegenüber Behinderten- und Rollstuhltransporten
Warum benötigen Spezialfahrzeuge für Menschen mit Handicap besondere Rücksicht?
Spezialfahrzeuge für den Rollstuhl-, Handicap- und Behindertentransport sind keine normalen Autos. Fahrgäste, die im Rollstuhl sitzen bleiben, haben im Fahrzeuginneren keine schützenden Airbags um sich herum und sitzen nicht in einem festen Autositz. Der Rollstuhl wird dann über mehrere separate Gurtsysteme am Fahrzeugboden gesichert, die Person zusätzlich mit Becken- und Schultergurt, lückenlos. Auf herkömmliche Airbags wird im hinteren Fahrgastraum bewusst verzichtet, da deren explosionsartiges Auslösen bei einer Person im Rollstuhl schwere Verletzungen herbeiführen könnte.
Das gewissenhafte Anlegen all dieser Sicherungssysteme erfordert Zeit und Konzentration. Bei einem abrupten Bremsmanöver oder einem Aufprall sind die Insassen den Fliehkräften sonst fast ungeschützt ausgesetzt. Zudem haben viele Fahrgäste (z. B. im Inklusions- und Schultransport) eine langsamere Reaktion, können sich bei Hektik nicht selbst abstützen oder erschrecken stark.
Warum ist der Sicherheitsabstand vor und hinter solchen Fahrzeugen so überlebenswichtig?
- Vor dem Fahrzeug (Sicherheitsabstand und Bremsen): Scheren Sie nach dem Überholen, an Kreuzungen, Kreiseln oder beim Einspuren niemals knapp vor einem Behindertentransport ein und vermeiden Sie abruptes Bremsen. Die Fahrer halten bewusst extra viel Abstand, um für ihre Fahrgäste so sanft und vorausschauend wie möglich zu bremsen. Auch ist der Bremsweg länger als bei normalen Autos.
- Hinter dem Fahrzeug (Auffahrrisiko und Heckrampe): Bitte halten Sie im Verkehr und beim Parkieren grosszügigen Abstand (mindestens 2 bis 3 Meter nach hinten, mehr ist besser). Der Fahrgast im Rollstuhl sitzt baubedingt oft knapp hinter der Heckklappe und hat bei einem Auffahrunfall keine Knautschzone hinter sich. Zudem erfolgt das Ein- und Ausladen über diese Heckklappe: Stehen Sie zu nah auf, blockieren Sie die Rampe komplett oder beschädigen bei einem Auffahrunfall wichtige Teile der Rampenvorrichtung.
Was gilt es an Kreuzungen, Kreiseln und Ausfahrten zu beachten?
Bitte erzwingen Sie gegenüber solchen Spezialfahrzeugen nicht knapp die Vorfahrt. Beim Anfahren an Kreuzungen, beim Einfahren in den Kreisel oder beim Ausspuren benötigen diese Busse aufgrund des Gewichts und der behutsamen Fahrweise einen Moment länger und haben einen längeren Bremsweg. Vorausschauendes Fahren und rechtzeitiges Blinken Ihrerseits verhindern gefährliche Schrecksekunden im Fahrgastraum.
Warum dauert das Halten an Strassen oder Haltestellen manchmal etwas länger?
Das sichere Ein- und Aussteigen sowie das vorschriftsgemässe Sichern eines Rollstuhls mit den Gurten und Rückhaltesystemen erfordert vom Fahrer absolute Ruhe, Konzentration und Zeit. Bitte haben Sie Geduld, hupen oder drängeln Sie nicht, wenn es im Verkehr in Chur oder auf den Bergstrassen kurz zu Verzögerungen kommt. In dieser Branche gilt ausnahmslos: Sicherheit geht vor Hektik.
Warum fahren solche Spezialfahrzeuge oft langsamer als normale Autos, je nach Strecke oder Strassenabschnitt?
Je nach Strassenzustand, Kurvenverlauf und Streckenführung muss die Fahrgeschwindigkeit vorausschauend angepasst werden. Da Personen, die im Rollstuhl sitzen bleiben, keinen stabilisierenden Autositz haben, spüren sie jede Bodenwelle, jede Kurve und jedes Bremsmanöver ungedämpft. Eine zu schnelle Fahrweise kann im Rollstuhl sofort zu schmerzhaften Erschütterungen, Halteproblemen oder extremer körperlicher Belastung führen. Eine behutsame Fahrweise schützt die Gesundheit und das Wohlbefinden des Fahrgasts.
Lässt der Fahrer den Verkehr hinter sich vorbeifahren?
Ja. Ein guter Fahrer passt sich der Situation an. Staut sich hinter dem Fahrzeug der Verkehr, lässt er die anderen an einer geeigneten Stelle vorbei und verliert dadurch einen kurzen Moment Zeit. Das ist es wert: Dem Fahrgast ist nicht gedient, wenn hinter dem Fahrzeug gedrängelt wird. Es dient seiner Sicherheit, wenn der Fahrer ruhig und ohne Druck von hinten fahren kann.
Ihre Frage ist nicht dabei?
Rufen Sie mich an unter +41 79 841 70 00 oder schreiben Sie mir über das Kontaktformular.
Bereit für Ihre nächste Fahrt?
Sie und Ihre Angehörigen dürfen jederzeit unverbindlich anfragen.